Patrice Kerguillec

Seidenfaden-Malerei


Vernissage: 2.12.05 um 19.00 Uhr

Dauer. 2.12. - 08.01.06
Öffnungszeiten: Sa + So von 14.00 -18.00 Uhr und nach Vereinbarung

Die bretonische Heimleuchterin


Geboren im bretonischen Morlaix kam Kerguillec auf seiner Wanderschaft
durch die europäischen Länder vor 25 Jahren nach Nürnberg. Der Bretone war von dieser Stadt so beeindruckt, dass er beschloss, hier sein Atelier einzurichten. Heute hat er sein Domizil und Atelier in der Weißgerbergasse.

In sei­nen Nürnberger Jahren hatte er bereits eine stattliche Anzahl von Ausstellungen; in der Werkstattgalerie von Eveline Kaliwoda, gleich gegenüber, sind laufend ausge­wählte Arbeiten von ihm zu besichtigen.

Kerguillec hat sich der experimentellen Malerei verschrieben. Mit den unter­schiedlichsten Techniken spie­lend, schildert er Erlebnisse, Gegenstände wie Emotionen. So entsteht ein Kaleidoskop von Farben und Strukturen, sehr leben­dig, sehr beweglich, mit vie­len überraschenden Einfäl­len. Die römische Sage von Romulus und Remus inspi­rierte ein geheimnisvoll dunk­les Ölbild, aus dem ein Licht­strahl die Wölfin herausholt. Sie ist hier der Mittelpunkt, die übrigen Figuren sind nur angedeutet. Dieses Bild gehört in eine Reihe abstrakter Kompositionen.

Ein weiteres Charakteristikum der Arbeit ist seine Liebe zum Ornament ­Die Skala reicht vom feier­lich-prächtigen bis zum zart­verästelten Linienspiel. Als Besonderheit und Schwerpunkt der Ausstellung fallen dem Besu­cher sofort die Seidenfaden­bilder auf: mit der Pinzette setzt der Künstler Faden dicht an Faden. Es entstehen kompli­zierte Ringelungen, enge Kur­ven, getragen von den leuch­tenden Farbtönen der Seide. Man glaubt in Labyrinthe zu schauen, Grundrisse sa­genhafter Städte zu erken­nen, persische Miniaturen zu sehen.

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 2. Dezember um 19.00 Uhr eröffnet. Der Künstler ist anwesend und nimmt zu seinen Arbeiten Stellung.

GALERIE RÖVER

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